Abel Tasman Coast Track - von der Bark Bay bis nach Marahau
06. Feb. 2011Feiertag! Waitangi heißt der neuseeländische Nationalfeiertag, der in diesem Jahr zum Bedauern der Einwohner auf einen Sonntag gefallen ist und somit für keinen zusätzlichen freien Arbeitstag sorgte. Wegen der sehr guten Wettervorhersage für den heutigen und die Regenvorhersage für den folgenden Tag haben wir uns dafür entschieden den langen zweiten Teil des Abel Tasman Coast Tracks zu erkunden. So dass wir früh aufstehen mussten, damit wir um kurz vor neun unser Wassertaxi von Marahau nach Bark Bay nehmen konnten. Die 9-Uhr-Fahrt ist die erste an jedem Tag, so dass zunächst die Boote vom Park-/Abstellplatz in Marahau an den Strand und ins Wasser gebracht werden müssen. Deswegen wurden wir von der Wassertaxi-Zentrale im Boot auf einem Anhänger mit einem Trecker an den Strand gebracht, so bekamen wir beim Einsteigen keine nassen Füße wie bei den Landungen am Strand.
Mit dem Wassertaxi gab es wieder einen kleinen Abstecher zu einem seltsam gespaltenen großen Felsen - Split Apple Rock - im Wasser, über den es viele seltsame Mythen gab (die ich aber schon wieder vergessen habe, weil sie so spannend waren :-P). Nach einigen weiteren Stopps an schönen Buchten und tollen Häusern direkt an den traumhaften Stränden waren wir endlich in der uns bekannten Bucht Bark Bay angekommen. Diesesmal ging die Wanderung nicht Richtung Norden wie beim letzten Besuch der Bark Bay, sondern wir gingen nach Süden zum anderen Ende des Nationalparks. Bei mindestens genauso schönem Sonnenschein und blauem Himmel ging es vorbei an einsamen, wunderschönen goldenen Sandstränden mit glasklarem Wasser, durch grüne Urwälder mit abwechslungsreicher Vegetation, kleinen Bächen und atemberaubenden Aussichten auf das Meer und die Küste. Insgesamt sind wir heute etwas mehr als 25km entlang des Abel Tasman Coast Tracks gegangen im Gegensatz zu den 17km von der Bark Bay nach Totaranui.
Das schöne an diesem Teil des Tracks war der stressfreie Weg, da es keine nur bei Ebbe durchquerbare Stelle gab (Low Tide Crossing), allerdings war es im Vergleich zum bereits erkundeten nördlichen Teils deutlich windstiller, so dass es ziemlich warm war. Zum Glück ging dieser Weg häufig durch den saftig grünen und schattigen Urwald, so dass wir die Temperaturen gut ausgehalten haben :-)
Kurz nach unserem Mittagsstopp gab es ein Low Tide Crossing, welches uns bei Ebbe eine Stunde Wanderung hätte einsparen lassen. Wir haben den längeren Weg (High Tide Route) um die traumhaft schöne Bucht herum gewählt. Ich könnte hier noch ewig von der wunderschönen Natur schwärmen, doch ich erspare euch und mir noch weitere Ausführungen und verweise auf die untenstehenden Bilder.
Die letzte halbe Stunde konnten wir noch barfuß über den Strand zurück zum Auto laufen und kamen erschöpft nach einem wunderschönen Tag im Hostel in Riwaka an. Nach einer erfrischenden Dusche sind wir noch in den Pool direkt vor unserem Zimmer gesprungen, der ebenfalls eine herrliche Abkühlung brachte und eine willkommene Abwechslung zum heutigen Fußmarsch war. Im Anschluss haben wir uns noch ein leckeres Abendessen gekocht und haben das letzte Abendlicht auf der Veranda sitzend verbracht.
Der klare Sternenhimmel hat mich nochmal ans Stativ gerufen und wieder für ein paar wirklich schöne Bilder gesorgt. Für mich Stadtkind ist der Sternenhimmel einfach sehr imposant, wenn man die unzähligen Sterne mit den zwei bis drei Sternen vergleicht, die man in der Stadt sehen kann.
PS: Vielen Dank für die zahlreichen Glückwünsche