Catlins - McLean Falls, Cathedral Caves und Curio Bay
23. Jan. 2011Der Tag begann mit dem verstauen unserer Sachen im Wagen und dem anschließenden Platzieren der noch klammen frisch gewaschenen Wäsche vom Vortag auf der Rücksitzbank, im Kofferraum und auf Taschen im Auto. Das Wetter war zunächst noch etwas bedeckt, klarte dann aber zu einem strahlend blauen Himmel mit ein paar kleinen Wolken auf. Der erste Halt auf unserer Route war ein Besuch der Cathedral Caves, wobei das erste Mal Eintritt für das Passieren eines Waldwegstückchens erhoben wurde. Alle bisherigen Wege waren frei und mit freiwilligen Donation-Boxen ausgestattet. Die Cathedral Caves sind riesige Höhlen die direkt am Strand liegen und vom Meer ausgespühlt wurden. Nur bei niedrig Wasser kann man in die Höhlen hinein, da sie ansonsten im Wasser stehen. Als besonderes Highlight sind beiden größten Höhlen über ein großes Loch miteinander verbunden, so dass man in die linke Höhle hineingehen kann und aus der rechten wieder herauskommt. Geht man etwas weiter am Strand entlang, erreicht man noch zahlreiche weitere Höhlen in den Klippen, die alle etwas kleiner und enger sind. Inwiefern diese kleinen Höhlen miteinander verbunden sind, konnten wir nicht austesten, da uns (und den ganzen anderen Touris) das Ganze ohne Lampe und immer schmaleren Spalten zu heikel war. Der Rückweg ging wieder den Berg hinauf durch einen schönen Urwald, der Ähnlichkeit mit dem zauberhaften Wald vom gestrigen Tag hatte. Den Weg mussten wir ja ganz besonders genießen, da der Weg dortdurch nicht kostenlos war :-P
Als zweiten Stop haben wir wieder ein paar Wasserfälle gewählt. Die McLean Falls waren das Ziel. Wieder mit Stativ, Kamera und Mittagsbrötchen ausgestattet machten wir uns bei herrlichem Sonnenschein auf den Weg die McLean Falls zu erkunden. Nach einigen Biegungen hörte man auch schon das erste Rauschen und ein paar Schritte später sah man auch schon kleine Wasserfälle, die bereits sehr chic aussahen. Nach einem kleinen aber steilen Anstieg bot sich der Blick auf einen wirklich tollen Wasserfall, der sich in zwei Teile aufteilte. Der oberer Teil bestand aus einem ca. 20m hohen Wasserfall, der in einer Art Swimmingpool landete. Der untere Teil wurde vom Wasser aus dem Pool gespeist und floss über mehrere Stufen weiter nach unten. Während sich bei fast allen Besuchern die Speicherkarten mit Bildern des Wasserfalles füllten, haben wir unser Mittagsbrötchen auf der "Steinterrasse" vor dem Pool gemampft. Mein Stativ hat auch hier wieder sehr gute Dienste geleistet. Ich bin mal auf die HDR Aufnahmen gespannt, die ich in ein paar ruhigen Minuten noch erstellen möchte.
Den neuseeländische Spaßversion der Niagara Fälle haben wir uns auch noch schnell angeschaut. Diese kleine Unebenheit im Fluss hat diesen Namen wirklich nicht verdient. Der tollkühne Namensgeber muss englischen Ursprungs sein, denn ohne schwarzen Humor ist der Name wohl kaum zustande gekommen.
Angekommen am Hostel an der Curio Bay ging es nach kurzem Umladen des Gepäcks gleich weiter an die Curio Bay, um sich dort die Bucht und die Stellen anzuschauen, zu denen wir am Abend wiederkommen wollten, um die Gelbaugenpinguine zu beobachten. Weil es dort so schön war, haben wir uns zunächst einen windstillen Platz in der Sonne gesucht und haben unser Abendbrot mit Käsenachos und Dipp genossen. Das ganze haben wir so lange gemacht, dass bereits die ersten Pinguine in die Bucht gekommen waren. Dieses Mal haben wir ganz besonders viele Pinguine sehen und sogar ein paar Junge bei der Fütterung beobachten können. Den Pinguinen kann man stundenlang zusehen, wie sie über Steine hüpfen oder sich putzen.
Müde im Hostel angekommen, haben wir kurz die weitere Route geplant und als Stop am nächsten Tag eine Tropfsteinhöhle - anstelle einer weiteren Wasserfallwanderung - ausgewählt. Der nächste Tag führt uns wieder zurück in die Zivilisation, wo es wahrscheinlich wieder Internet (also die ganzen Berichte der letzten Tage für euch und einen Emailabruf für uns gibt), Tankstellen, Geschäfte und Geldautomaten gibt. Unser schon um einen Tag verlängerter Aufenthalt kann nämlich wegen Bargeldmangel nicht noch weiter verlängert werden, da das Wetter aber wieder etwas schlechter werden soll, ist das nicht so schlimm :-)
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