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Fahrt nach Wanaka

27. Jan. 2011

Was für ein Tag!! Weil es am Vortag so schön war, sind wir an diesem Morgen sogar noch eine Stunde früher um 5:00 Uhr(!!) aufgestanden. Noch in der Dunkelheit haben wir unser morgendliches Ritual aus Frühstücken, Brötchen fürs Mittagessen Schmieren und Einpacken zelebriert und haben uns um 6:20 auf den Weg zum Milford Sound gemacht. An diesem Tag wollten wir 630km von Manapouri nach Wanaka kommen und zusätzlich - gutes Wetter vorausgesetzt - den Milford Sound von 2x120km (Hin- und Rückweg der Sackgasse) noch durchfahren. Da wir am Vortag bereits so regnerisches Wetter mit wenig Weitblick hatten, wollten wir den 6 Stunden Umweg über den Milford Sound nur bei sehr klarem und sonnigen Wetter machen. Unser Plan war also zunächst nur einen Umweg von ca. 2 Stunden zum ersten Aussichtspunkt in Kauf zu nehmen, um die Aussichtswahrscheinlichkeit am Milford Sound zu ermitteln. Die Fahrt zu diesem ersten Checkpoint war bereits sehr abwechslungsreich und wurde durch herrlichen Sonnenschein und ein tolles Morgenlicht noch verbessert. Alle Haltepunkte auf dem Weg zum Milford Sound wollten wir im Speed-Sightseeing-Modus durchführen.

IMG_1220 morgens an unserer Huette in manapouri.jpg
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Zunächst ging es bei nahezu keinerlei Verkehr durch Rot-, Silber und Bergsüdbuchenwälder, über Ebenen und Wiesen mit tollen Ausblicken im Eglinton Valley. Ein kurzer Stop am Mirror Lakes. Bei diesem Wetter haben wir uns schnell entschlossen unseren Weg zum Milford Sound fortzusetzt und das geile Sonnenwetter zu nutzen, um so viel wie möglich zu sehen.

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Wir haben an den Mirror Lakes gehalten und die morgendlich beleuchteten Berge haben sich wunderschön im See gespiegelt. Die besonders sehenswerten Punkte sind an der Straße immer ca. 300m vorher ausgeschildert, so dass man von den zügigen 80-100km/h auf der kurvigen Strecke noch rechtzeitig auf die Bremse treten kann, um auf dem Parkplatz oder an der Haltebucht anzuhalten. Diese Manöver halten wir immer auf den nächsten Kilometern bis zum Milford Sound Hafen ab, so dass wir unzählige schöne Momente erleben konnten. An Pop's View haben wir einen kleinen Regenbogen in den tief hängenden Wolken erspähen können, der Blick sollte auf dem Rückweg allerdings etwas besser sein, da die sich die Wolken deutlich aufgelockert hatten. Danach ging es durch den bestimmt sichersten 1207m langen Homer Tunnel (der ADAC hätte einen neuen Miesepeter Favoriten) auf die Bergseite - das Cleddau Valley - des Milford Sound. Der Tunnel ist durch ein Ampelsystem nur von jeweils einer Seite für 15 Minuten durchfahrbar, wenn man jedoch wie wir um vor 9:00 Uhr morgens dort ankommt, sucht man das Ampellicht vergeblich. Die Ampelanlage wird nämlich scheinbar nur für die Touribusse von 9:00-18:00 Uhr eingeschaltet. Wir hatten sogar Zeit mit einem Stativ im Tunnel ein schnelles Foto zu schießen, weil weit und breit kein Auto zu sehen war ;-)

IMG_1241 Mirror Lakes.jpg
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IMG_1249 das koennte auch aus einer Autowerbung sein.jpg
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IMG_1255 die noch neblige Passstrasse.jpg
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IMG_1256 spektakulaere Lichtspiele.jpg
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IMG_1260 eindrucksvolle Wasserfaelle.jpg
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IMG_1277 die Baustelle vor dem Tunnel.jpg
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Auf der anderen Seite kann man den weiteren Verlauf der Straße über mehrere scharfe Serpentinen bereits erblicken. Wir hatten eine wunderbare Sicht auf die Gebirge, die teilweise von Wolken verdeckt waren und vom frühen Sonnenlicht bestrahlt wurden. Die letzten 20km zum Hafen gingen über deutlich engere Kurven, die man nun nicht mehr mit den gewohnten 80-100km/h sondern eher 20-50km/h durchfahren konnte. Als wir kurz vor neun am Hafen ankamen, legten gerade ein Paar der großen Ausflugsschiffe ab und die ersten Leute ließen sich blicken. Nach ein paar Fotos vom schönen Blick in den Milford Sound und einer kurzen Lektüre, dass ein Weg zum nächstgelegenen Wasserfall wegen geologisch instabilen Berghängen gesperrt sei, haben wir eine andere kurze Wanderung von ca. 20 Minuten mit Blick auf eben diesen Wasserfall gemacht. Von den ersten Sandflyangriffen wieder schnell ins Auto verscheucht ging die Tour wieder zurück Richtung Te Anau. Einen letzten Speed-Sightseeing-Stop im Milford Sound machten wir beim Chasm Walk, bei dem durch eine enge Felsspalte tosendes Wasser hinab stürzt und sich so über die Jahre immer tiefere Löcher in den Fels fressen. Auf diesem kurzen Stop mussten wir auch erleben, wie es wohl tagsüber mit den unzähligen Touribussen zugehen muss, denn nur ein einziger Bus auf dem Parkplatz hat den kurzen Weg dermaßen mit langsamen laufenden Hindernissen vollgespickt, so dass wir für den Rückweg gefühlt die dreifache Zeit benötigten... (in Realität war es wahrscheinlich nur 2,5 mal länger).

IMG_1284 der Blick ins Cleddau Valley nach dem Tunnel.jpg
IMG_1284 der Blick ins Cleddau Valley nach dem Tunnel.jpg
IMG_1290 der Milford Sound.jpg
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IMG_1295 die ersten Schiffe auf dem Milford Sound.jpg
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IMG_1307 Modell einer Sandfly.jpg
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IMG_1326 ein gewaltiger Wasserfall.jpg
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IMG_1370 Ein Regenbogen am Chasm Walk.jpg
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Auf dem weiteren Rückweg ohne nennenwerte Pausen - mit Ausnahme eines kurzen Ampelhalts vor dem Tunnel mit einem Kea am Straßenrand - haben wir leider nicht die Busse gezählt, aber es kam uns ungefähr alle 3 Minuten ein Bus mit Touristen entgegen. Einen Stop für unser erstes geschmiertes Brot haben wir in Eglinton Valley mit herrlicher Sicht auf die umliegenden Berge gemacht.

IMG_1386 Blick auf die Felswand des Tunnels.jpg
IMG_1386 Blick auf die Felswand des Tunnels.jpg
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IMG_1391 die Tunneleinfahrt.jpg
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IMG_1404 der Kea vor dem Tunnel, buddelt irgendwas aus dem Kies aus.jpg
IMG_1404 der Kea vor dem Tunnel, buddelt irgendwas aus dem Kies aus.jpg
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IMG_1422 die neblige Passaussicht ein paar Stunden spaeter.jpg
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IMG_1428 Mittagspause mit Lunchpaket.jpg
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Nach Te Anau auf unserem Weg Richtung Queenstown fanden wir wieder vorwiegend die neuseeländisch typischen Schafswiesen vor. Ein interessanter Stop an einem alten kleinen Bahnhof Fairlight, an dem der Kingston Flyer hielt, lag auf unserem Weg und wurde gleich für eine kleine Fahrerpause genutzt. Schöner wurde es dann am Lake Wakatipu, an dem sich unsere Straße entlangschlängelte. Einer der traumhaft am See gelegenen Park- bzw. Campingplätze wurde von uns für eine ausgiebige Pause mit Fuß- und Sonnenbad genutzt. Weitere kurze Pausen am Straßenrand mit Côte d'Azur Feeling führten uns schließlich nach Queentown, ein kleines Städtchen mit sehr nettem Flair. Wir durchfuhren es allerdings nur auf dem Weg Richtung Glenorchy auf der Suche nach den Herr der Ringe Schauplätzen. Auch wenn wir die HdR Drehorte nicht gefunden haben, sind wir durch einen wunderschönen - wenn auch gerade im Bau befindlichen - Campingplatz entschädigt worden, an dem wir am Nachmittag zu Mittag gegessen haben.

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IMG_1454 die stillgelegten Gleise des Kingston Flyers.jpg
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IMG_1474 die traumhafte Pause am See Wakatipu.jpg
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IMG_1531 die am See entlang geschlaengelte Strasse.jpg
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IMG_1539 unser zweiter Essensstop am neugebauten Campingplatz.jpg
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Die letzte Etappe Richtung Wanaka führt uns über die Passtraße durch Cardrona, von der wir eine grandiose Aussicht auf das Lake Country Council hatten. Um 18 Uhr kamen wir in Wanaka an und haben schnell unsere Taschen im Hostel verstaut, um unverzüglich an den sonnigen Strand zu gehen und noch ein wenig die Sonne zu genießen. Der Abend endete mit einer der schon ewig mit uns rumgefahrenen Nudelpackung mit viel zu süßer ungewürtzter Tomatensoße, die wir selbst durch Verfeinerung mit Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer, Salz und italienischer Kräuter nicht mehr retten konnten.

IMG_1548 die Aussicht von der Passstrasse (unten).jpg
IMG_1548 die Aussicht von der Passstrasse (unten).jpg
IMG_1600 die Aussicht von der Passstrasse (oben).jpg
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IMG_1601 auf der Passstrasse.jpg
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IMG_1617 Aussicht vom Wanaka Bakpaka Hostel.jpg
IMG_1617 Aussicht vom Wanaka Bakpaka Hostel.jpg
IMG_1621 das Haus mit der dicken Einfahrt in der Mitte ist das Wanaka Bakpaka Hostel.jpg
IMG_1621 das Haus mit der dicken Einfahrt in der Mitte ist das Wanaka Bakpaka Hostel.jpg
IMG_1623 der sonnige Strand.jpg
IMG_1623 der sonnige Strand.jpg
IMG_1629 Abendliche Stimmung.jpg
IMG_1629 Abendliche Stimmung.jpg
IMG_1638 auf dem Kinderspielplatz waren lustige Drehdinger.jpg
IMG_1638 auf dem Kinderspielplatz waren lustige Drehdinger.jpg

Am Abend habe ich mit meinem Stativ noch den Sternenhimmel und die Skyline von Wanaka verewigt.

IMG_1644 die Skyline von Wanaka.jpg
IMG_1644 die Skyline von Wanaka.jpg
IMG_1650 der Sternenhimmel.jpg
IMG_1650 der Sternenhimmel.jpg
IMG_1657 der Eingang vom Hostel, der Sternenhimmel und der grosse Baum vom Parkplatz.jpg
IMG_1657 der Eingang vom Hostel, der Sternenhimmel und der grosse Baum vom Parkplatz.jpg

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Kommentare

Seppl: 2011-01-29 23:01:32

»Boah, ich glaub ich hoer auf hier zu lesen und Fotos zu gucken. Ihr macht mir Fernweh! Schoene Gruesse nach unten!«