Die Gletscher an der Westküste
30. Jan. 2011Der Wecker klingelte um 5:30 Uhr. Nach einem kurzen Blick nach draußen haben wir uns wieder umgedreht... Leider hatten wir nicht das sonnige sondern das regnerische Wetter erwischt. Nachdem wir unser Hab und Gut so schnell wie möglich durch den Regen ins Auto gepackt haben, sind wir auch gleich durch die Landschaft gesaust.
Nach der bisher längsten Strecke von zwei Stunden ohne Pause sind wir in eine Schotterpiste eingebogen, um einen Aussichtspunkt am Fox Glacier zu besichtigen. Unsere Brötchen, was zu Trinken, die Regenjacken, die Kamera und einen Regenschirm haben wir uns gegriffen und wollten wir uns auf zum Aussichtspunkt machen. Nachdem wir die Straße überquert hatten waren wir schon da! Etwas überrascht über den kurzen Weg haben wir entschlossen den längeren Weg von ca. 40 Minuten zu machen, um uns die Beine noch etwas zu vertreten. Auf dem Weg haben wir noch einen Deutschen aus dem Schwarzwald getroffen, mit dem wir noch ausgiebig gequatscht haben und Reiseinfos ausgetauscht haben. Der Weg führte etwas weiter als eigentlich geplant war über eine Parallelstraße unserer Schotterpiste zum nächstgelegenen Parkplatz des Gletschers. Das Wetter wurde leider immer nasser, wobei der Gletscher auch ohne großartige Weitsicht sehr beeindruckend war. Ein Foto auf der Informationstafel zeigt wie schön der Gletscher bei dem heute leider fehlenden Sonnenschein aussehen muss.
Einen letzten Stop im Regen haben wir an einem kleinen See gemacht, von dem aus man einen schönen Blick auf den zweiten der großen Gletscher, den Franz Josef Glacier, werfen konnte. Vom Regen wieder ins trockene Auto getrieben ging die Fahrt bei mehr oder weniger Regen ohne nennenswerte Stops weiter Richtung Greymouth.
So ganz ohne Stops ging es dann aber doch nicht :-P so dass wir in Ross, einem kleinen Goldgräber Dörfchen, einen Halt eingelegt haben, um einen kurzen Spaziergang über einen alten Friedhof und die Reste der Goldgräberanlagen zu gehen. Die Goldgräber haben überall in den Bergen Tunnel und Brücken für den Transport des Wassers gebaut, welches für das Herauswaschen des Goldes benötigt wurde. Die Tunnel sind noch gut zu erkennen und die Metallrohre haben bereits einige Jahre überstanden, die Holzkonstrukte sind jedoch schon meist vollständig zerfallen oder sind nur noch ansatzweise zu entdecken.
In Greymouth kauften wir noch schnell etwas für die abendliche Kochkunst ein und haben in der großen Küche ein feines Mahl gezaubert. Der Sack Möhren ist leider etwas zu groß, um von einer Person allein gegessen zu werden, so dass es noch ein paar weitere Tage Möhren als Gemüsebeilage geben wird :-) Die Kombination aus Rind- oder Lammfleisch, Möhren und Kartoffeln bin ich allerdings noch nicht leid, so dass die Reste des Möhrensacks nicht weiter schlimm sind. Nach intensiver Studie des Wetterberichts werden wir vermutlich an die Ostküste fahren, um dort ein bisschen Sonne zu tanken und auf besseres Wetter für die Abel Tasmen Region zu warten.
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