Rafting auf dem Rangitaiki River und Blue-Lake-Rundweg
22. Feb. 2011Der Tag begann mit dem Morgengrauen und lautem Gezwitschere der uns umgebenden Vögel, die in unterschiedlichen seltsam krätzenden und piependen Tönen vor sich hintrellerten. David hatte etwas Bammel vor seinem gebuchten Skydiving, wohingegen unsere Raftingtour mit ruhigeren Gefühlen erwartet wurde. Unser Pick-Up-Service kam pünktlich um kurz nach 10 Uhr an und hat uns zum Rangataiki River gefahren.
Die Raftingtour wurde mit einem Grade 3 und 4 angekündigt, als blutiger Raftinganfänger wollte ich mich nicht direkt auf die maximale Schwierigkeit, die ohne besondere Vorkenntnisse möglicht ist, einlassen. Lisas Raftingerfahrung lag auch schon mehrere Jahre zurück, so dass sie sich auch als Anfängerin fühlte. In Murupara haben wir uns dann den Neoprenanzug, die Rettungsweste und den Helm angezogen, um gleich darauf mit nur insgesamt vier Personen (ein Chef, eine Aushilfe und wir beide) quasi eine Privattour über den Rangitaiki River zu machen. Nach einer kurzen Einführung in die Paddeltechnik, Sitzpositionen und Verhalten falls man aus dem Boot fällt ging es auch schon gleich auf den zur Zeit sehr viel Wasser führenden Fluss (normal sind wohl ca. 10-30cm, wir hatten 60-70cm). Auf dem ersten etwas ruhigeren Stückchen gab es dann eine Paddelübung, bei der wir auf die Kommandos des Chefs unsere Paddel nutzten. Der Beginn der Raftingtour sollte auch schon gleich mit dem schwereren Klasse 4 Teil beginnen (je höher die Zahl, desto schwieriger), wobei wir ein ziemlich wildes Durcheinander von "left forward", "forward", "left back" und "hang on" hörten, was für eine schnelle und aufregende Fahrt sorgte. Immer wieder schwappten große Wellen in das Boot und sorgten eine erfrischende Abkühlung, wobei wir einmal sogar auf einem großen Felsen aufgelaufen sind und wir uns erst nach einigen Rucklern wieder von ihm lösen konnten. Nach diesem aufregenden ersten Teil gab es eine schöne ruhige Entspannungsphase, in der das Wasser im Vergleich zu den tosenden Stromschnellen völlig still vor sich hinfloss. Ein paar Brombeeren konnte man bei einem kurzen Halt pflücken. Der restliche Verlauf war dann mit mehr Aktion geladen, denn der Klasse 3 Teil stand nun an. Bei diesem Teil mussten wir zwar nicht mehr ganz so hektisch paddeln und uns nur ein einziges Mal an den Seilen festhalten, aber es hat einen Mordsspaß gemacht. Überrascht, dass wir schon knappe zwei Stunden (gefühlt war es nur eine halbe bis ganze Stunde) auf dem Wasser waren, kamen wir nach ca. 14 km an unserem Ausstieg an. Zurück an den Umkleiden gab es noch ein leckeres Sandwich und was warmes zu Trinken, bevor wir wieder zu unserem Campingplatz zurückgefahren wurden.
Bilder gibt es von der Tour leider keine, da ich meine Kamera aus Sicherheitsgründen nicht mitnehmen sollte und das im Nachhinein auch die richtige Entscheidung war ;-)
Direkt beim Aussteigen trafen wir Verena, die uns zu sich gewinkt hat. Wir waren natürlich sehr gespannt wie Davids Skydiving gewesen war und wie aufgedreht David nach diesem Adrenalinkick sein musste. Leider wurde sein Sprung wegen des trüben Wetters und dem wohl starken Wind über den Wolken abgesagt bzw. auf den nächsten Tag verschoben. Für ihn gibt es also noch einen weiteren Vorfreudetag :-P
Den restlichen Tag haben wir genutzt, um die Wanderung um den Blue Lake und zu einem Lookout für den benachbarten Green Lake zu machen. Nach ein bisschen Herumprobiererei kann ich auch mal einen GPS Track der Wanderung zeigen, den ihr euch weiter unten anschauen könnt.
Am Abend gab es für Lisa und mich nochmal eine wunderbar saftige Lammrippe, die wir auf dem Gasgrill zubereitet haben. Den gemütlichen Abend haben wir auch mit einigen Nachrichten über das schwere Erdbeben teilen müssen. Das Christchurchbeben hat uns hier zum Glück - bis auf die Nachrichten - nicht erreicht. Die Bilder hier im Fernsehen des Campingplatzes sind erschreckend, wenn man sich unsere Bilder von vor ein paar Wochen zum Vergleich heranzieht.
Blue Lake Walkway
Vom Blue Lake Walkway habe ich ein GPS-Tracking mit meinem Handy aufgenommen, das ihr euch in dieser Google-Maps Karte anschauen könnt. Der neue Kinderspielplatz ist allerdings auf den Luftbildern nicht zu erkennen :-)
Die GPS-Tracks vom Atene Skyline Walk und von der Kapiti Island Wanderung habe ich nun auch online gestellt: Atene Skyline Walk Kapiti Island
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Route
An Punkt A sind wir vom Campingplatz gestartet, bei Punkt B befinden sich die Umkleiden und bei Punkt C hat die Raftingtour angefangen. Google Maps kennt hier mal wieder die Waldwege nicht, weshalb es keine Richtig Wegstrecke gibt.Größere Kartenansicht
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Kommentare
Thilo: 2011-02-22 20:18:03»Das Wetter ist hier generell sommerlich warm, es kühlt im Gegensatz zu Bonn aber nachts ziemlich ab, sodass man abends gerne lange Sachen anzieht bzw. in den Wohnwagen geht :-) Wenn die Sonne scheint ist es das perfekte Wetter um in Flüssen, Seen oder im Meer zu baden, denn in der Sonne ist es dann wirklich heiß und die Gewässer bieten mit ihren schätzungsweise 20-25 Grad eine perfekte Abkühlung. Wenn die Sonne nicht scheint ist es je nach Wind angenehm kühl oder so kalt, dass man sich lieber etwas überzieht. Vom Beben haben wir wirklich gar nichts gespürt, zumal wir zum Zeitpunkt des Bebens gerade von Stromschnellen durchgeschüttelt wurden. David und Verena haben auf festem Boden aber ebenfalls nichts gespürt Viele Grüße vom Blue Lake«
volker beckmann: 2011-02-22 18:18:28»Hallo Ihr beiden, schön, dass Ihr so schnell die Seite aktualisiert habt. Als wir heute mittag von dem Erdbeben hörten, waren unsere Gedanken natürlich sofort bei Euch, und wir beim Blick auf die Homepage erleichtert feststellen konnten, dass Ihr unversehrt geblieben seid. Habt Ihr garnichts davon gemerkt? Bei solchen Zerstörungen sollte man meinen, dass mehrere hundert Kilometer entfernt auch die Erde wackelt. Wie sind eigentlich die Temperaturen bei Euch, man sieht Euch meist ziemlich dick angezogen? Viele liebe Grüße und geht den Erdbeben aus dem Weg Papa und Mama«