Fahrt über Nelson nach Anakiwa
08. Feb. 2011Nach dem Frühstück mussten wir leider aus dem wunderschönen Hostel Edens Edge auschecken. Nach ein paar Reisetipps von der netten Hostelleitung haben wir zunächst in der direkten Umgebung nach Straßenverkäufen von Obst und Gemüse gesucht, was uns auch von einigen Bekanntschaften aus den Hostels empfohlen wurde. Eine kurze Suche später hatten wir leckere und saftige Äpfel für einen deutlich geringeren Preis als im Supermarkt erstanden und auch noch einen Salat, Zwiebeln und Tomaten in einem kleinen nach Hobby-Laube aussehenden Shop gekauft.
Auf dem weiteren Weg nach Anakiwa fuhren wir zunächst am Naherholungsgebiet - Rabbit Island - von Nelson und Umgebung vorbei. Der große dichte Kiefernwald und der endlose Sandstrand mit unzähligen Picknickplätzen läd zu längeren Aufenthalten ein, wozu wir allerdings nicht die Zeit hatten und die zuvor besichtigte Golden Bay war auch um einiges schöner :-P
Einen großen Einkauf für die nächsten vier Tage haben wir in Richmond (Nelson) mal wieder im bekannten Pak'n'Save gemacht, der sich dieses Mal in einem größeren Einkaufszentrum befand. Diesen großen Einkauf mussten wir machen, weil es in der Umgebung unserer nächsten Tage keinen Supermarkt mehr gibt. Im Einkaufszentrum - der Richmond Mall - konnte ich ein paar neue T-Shirts kaufen. Die hellen T-Shirt von mit sind von den Waschmaschinen, dem Waschmittel oder einer Kombination aus Sonnencreme, Insect-Repellend und dem Waschmittel mit unansehnlichen rötlichen Schlieren überzogen worden.
In Nelson haben wir unser Mittagsbrot gegessen, wobei wir Besuch von dreisten Enten und agressiven Möven bekamen. Eine Ente hat mein Brot gesehen und wollte gern ein Stück davon haben, und also ich so ein paar Fotospielereien mit der Kamera, meinem Brot und der Ente machte, wollte die Ente doch glatt an mein Brot fliegen und sich ein Stück holen - hat sie aber nicht geschafft :-P Ich hatte noch kurz überlegt, ob ich der Ente für ihre Geduld das letzte Stückchen von meinem Brot gebe, habe mich aber dann doch dagegen entschieden. Die Ente hat sich sofort umgedreht und ich gegangen, als ich den letzten Bissen gegessen habe. Einen kleinen Nebenschauplatz haben die Krümel unseres Muffins verursacht, um die sich einige Möven stritten und sich gegenseitig sogar ein paar Federn ausgerissen haben. In Nelson haben wir uns noch die interessante und in zwei Baustilen entstandene Kirche angeschaut, sowie die South Street betrachtet, die am besten erhaltene Straße aus der Gründerzeit sein soll.
Auf dem weiteren Weg kamen wir noch an der Cable Bay vorbei, an der wir eine kurze Wanderung auf einen Hügel machten und einen wunderschönen Blick auf die Bucht, die Pepin-Insel, die keine Insel ist, und die umliegenden Berge werfen konnten. Die Insel ist über einen vermutlich künstlich angelegten Damm mit dem Festland verbunden. Auf einer anderen Seite der Insel hätte man diese wahrscheinlich ebenfalls trockenen Fußes erreichen können, wenn wir Tiefstand gehabt hätten, aber das sind nur Spekulationen :-)
Von der Hostelleitung in Edens Edge hatten wir einen Tipp bekommen, nach der Passstraße kurz hinter der einzigen One-Lane-Bridge auf der Strecke eine Wanderung zum dortigen Pelorus River zu machen. Der kurze Weg (Totara Walk) zum Fluss ging mal wieder durch schönen dichten Urwald und endete an einem wirklich traumhaft schönen Fluss, der zum Baden einlud. Wir wollten schon unsere Badesachen aus dem Auto holen, als wir die zahlreichen Sandflies bemerkten und uns kurzer Hand ins Auto zurückflüchteten und weiter fuhren.
Ein wenig später kamen wir dann nach einem kurzen Stop an einem grandios weitsichtigen Lookout auf das kurz zuvor durchfahrene Havelock im Hostel in Anakiwa an. Nach kurzer Einweisung haben wir uns die kostenlosen Kayaks unter den Nagel gerissen und sind ein bisschen auf dem Sound herumgepaddelt. Hier sei mal wieder die Unterwassertasche für meine Kamera gelobt, ohne die es mal wieder keine Fotos von der Tour gegeben hätte. Weil die Sonne aber schon ziemlich tief stand und wir ausschließlich im Schatten fuhren, wollten wir den nächsten Morgen nutzen, um bei früher Morgenstimmung erneut zu kayaken.
Einen ersten Teil unseres mittäglichen Einkaufs haben wir in einem tollen Abendessen mit Steak und Salat verwertet und verputzt. Nach einigen Worten mit den ausschließlich deutschsprachigen Gästen des Hostels, haben wir uns noch auf eine kurze Nachtwanderung des Queen Charlotte Tracks gemacht, um Glühwürmchen zu sehen. Nach einigen Fotoversuchen und ein paar ruhigen Minuten im sonst recht dunklen Wald ging es auch schon wieder zurück ins Hostel.
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