Golden Bay - Strandtag
04. Februar 2011Nachdem der Wecker um 8 Uhr klingelte, hörten wir den Regen draußen tröpfeln, so dass wir noch eine Stunde länger schliefen. Beim zweiten Aufstehversuch war es fast trocken und wir aßen erstmal in aller Ruhe unser Frühstück. Nach einigen Anrufen für die folgenden Hostelbesuche haben wir uns überlegt, was wir bei dem bedeckten und immer wieder mit Regentropfen durchwachsenen Wetter machen wollten. Die Entscheidungsfindung hatte so lange gedauert, dass am frühen Mittag der Himmel plötzlich aufriss und wir herrlichsten Sonnenschein hatten. Schnell haben wir uns für einen Strandtag entschieden, da wir bisher immer irgendwelche Gründe gefunden hatten, nicht ins Wasser zu gehen :-P
Der Tata Beach war unser erster Anlaufversuch und wir waren dort sogar im Wasser, allerdings war wegen ungünstiger Tidenstände der Strand so klein, dass wir nur kurz ins kalte Wasser gingen und dann zum nächsten Strand aufmachten. Wainui Beach war der nächste und deutlich schönere Strand (es war auch schon etwas später, so dass der Strand größer war). Außerdem gab es einen schattigen Platz, der uns je nach Wunsch von der starken Sonne schützen konnte. Die Tidenstände hier am Golden Bay sind enorm groß (bis zu 6m), zusammen mit dem sehr flachen Strand musste man gegen Abend schon ziemlich weit laufen, um das Wasser noch zu erreichen. Zum plantschen war das Wasser super, leider konnte man nicht so richtig schwimmen, da auf der einen Seite das Salzwasser eklig schmeckt :-) und das Wasser zu flach war, so dass man alle Nase lang auf einer Sandbank auflief. Die schätzungsweise 20 Grad des Wassers waren eine sehr angenehme Abkühlung zu den schätzungsweise 40 Grad in der Sonne.
Nach einigen Unterwasser Schnappschüssen von Felsen, Muscheln, Schnecken und den schönen Sandformen ging es immer wieder zurück an den warmen Strand, um sich zu sonnen und der Après Milch wieder Arbeit zu geben ;-) Gegen 18 Uhr haben wir uns völlig erholt wieder ins Hostel begeben, um unser Mittagessen zuzubereiten. Im Anschluss wollten wir uns noch schnell den Sonnenuntergang am Farewell Spit anschauen, was wir am Vortag wegen aufkommenden Regens und dicker Wolken abgeblasen hatten. Bei der Strecke dorthin hatten wir uns kräftig in der Zeit verschätzt, was zusätzlich zu wieder dicker werdenden Wolken (wenn auch bei weitem besseren Verhältnissen als am Vortag) zu einer gewissen Zeitnot führte. Endlich an der letzten Kurve angekommen, waren plötzlich unzählige Autos am Straßenrand geparkt, was durch mehrere Männer in gelber Warnweste und ein Schild mit der Aufschrift "Whale Stranding" schnell erklärt wurde.
Zunächst wollten wir noch an den Strand, um die letzten Sonnenstrahlen des Sonnenuntergangs bzw. die letzten hell beleuchteten Wolken (die Sonne war leider schon weitestgehend dahinter verschwunden) zu sehen. Nach dem ziemlich unspektakulären Blick auf den Strand und die Wolken am Strand ging es in einem Sprint wieder zurück zum Auto. Die Walstrandung haben wir noch in letzter Sekunde beobachten können, da kurze Zeit später der Strand von der Flut in Beschlag genommen worden war. Die Helfer, die die Tiere den Tag über mit Wasser übergossen, kamen uns bereits entgegen und meinten, dass sie alles getan hätten und jetzt wegen der Flut die Anstrengungen eingestellt würden. Am folgenden Tag sollte erneut weitergearbeitet werden, falls die Wale es trotz Flut noch nicht ins tiefe Gewässer geschafft haben sollten. Der Weg zu den Walen wurde durch einen kleinen Fluss, der durchquert werden musste noch erschwert. Auf dem Rückweg mussten wir schon deutlich weiter ins Landesinnere laufen, um ihn noch ohne nasse Hosen durchqueren zu können.
Nach einer ersten Nachtfahrt in Neuseeland kamen wir schließlich wieder im Hostel an, wo ich nochmal ein paar Langzeitaufnahmen vom Sternenhimmel gemacht hatte. Am folgenden Tag war mal wieder ein anderes Hostel geplant, nachdem wir vier Nächte in "the Nook" verbracht hatten.
Route
Von Punkt A (Pohara) ging es Richtung Farewell Spit bis nach Punkt C (Sonnenuntergang) und wieder ein Stück zurück zu Punkt B (Whale Stranding).
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